Band-Maid – Sweet Girls and…

26.06.2019

Logo, Hamburg, Deutschland

Sweet Girls and … äh Ugly Boys? Nee ernsthaft, bei einigen der Anwesenden dachte ich echt aus welcher Gruft sind die denn gestiegen? Ist diese Art Musik wirklich so Subgenre hier bei uns?

Misa

Miku

Saki

Saki und Kanami


Den hinreißensten Anblick des Abends lassen wir mal unangesprochen und beginnen mit der Luft im Logo. Eine Luft, die schon am Eingang zu einem spricht… und zwar, dass es eine schlechte Idee wäre diese Nacht aufs Duschen verzichten zu wollen. Aber wie uns versichert wurde, sei das doch noch gar nichts…

Nach einer kurzen orientierungsphase, befinden wir uns relativ nahe und ziemlich genau in der Mitte des Floors wieder, was bedeutet, dass die wohl mittlerweile weltweit berühmte Säule der Bühne, die Drummerin Akane als Phantom der Rockshow verdecken wird. Aber sowieso das LOGO, ich mag den Schuppen. Die tiefhängende Decke erzeugt eine besondere Atmosphäre, als würde man in einer geheimen Untergrund Venue abhängen… dass die Klimaanlage aber grundsätzlich früher nach Hause geht als das die Shows beginnen, sorgt natürlich auch für eine spezielle ‘Atmosphäre’.

Kaum beginnt das Spieluhren Intro ist das Publikum bei der Sache und unsere Maid’s des Abends marschieren, zum nun gewechselten Rock Intro, auf die Bühne… und powern durch die ersten drei Songs, so, dass das Publikum kaum eine Pause zum Luftholen bekommt.

Miku hat zwar mit einigen Mikrofon Problemen zu kämpfen, die aber recht schnell von einem der Rowdies behoben werden können. Sowieso Miku, seit die ihre hohen Schuhe, gegen welche mit flachen Sohlen getauscht hat, springt sie noch mehr wie ein Flummi über die Bühne, immer mit einem Honigkuchengrinsen im Gesicht und versprüht eine wahre Freude am Spielen. Insgesamt scheint sich die ganze Band prächtig zu amüsieren, selbst Saki kann in ihrem eleganten Outfit die sexy Diva nicht wirklich aufrechterhalten und schaut immer wieder ungläubig und strahlend ins Publikum, das jeder auffordernden Geste und C&R Rufen sofort folgt. Etwas womit Misa keine Probleme hat… Black Ice durch und durch, aber dafür verehren sie ihre Fans. 

Sakis verdiente Pause wird durch Miku überbrückt, die ihren 2 Gesangvorträgen mittlerweile einen wesentlich rockigeren Anstrich verpasst hat, als dieses noch vor 1-2 Jahren der Fall war, als diese eher als Gag und Anspielung auf ihre Zeit in einer Idol Group des Maid-Cafes in dem sie gearbeitet hat, waren. Und natürlich die Miku Time, die große Pause für den Rest der Band, etwas was in der Anfangszeit im Westen verständnislos betrachtet wurde, aber nun regelrecht gefordert wird. Sehr rührend war hierbei mit anzusehen wie Saki sich um die überhitzte Kanami kümmerte.

Der zweite Teil der Show nimmt nun etwas langsamer, aber nicht minder vom begeisterten Publikum begleitet seinen Lauf. Besonders das vocalists sehr schöne ‘Daydreaming’ mag zu gefallen. Aber beim nicht minder schönen ‘Take me higher’ fällt auf, das Kanami… von der Hitze, dem engagierten Publikum oder dem Feeling des vorher gespielten powervollem ‘onset’… sich immer mehr in einen Wahn spielt. Das Effektgerät immer häufiger auf dem Verzerrer verbleibt, selbst vereinzelte zaghafte Thrash-Riffs sind zu vernehmen. Arme Saki, sie ist einfach keine Metal Sängerin und hat zunehmend Mühe in den höheren Lagen kraftvoll genug gegen Kanamis Gitarre anzusingen.

Nach 24 Songs ist für Band-Maid verdient Bühnenabgang und das Publikum durchgeschwitzt und zufrieden aus dem Service entlassen…. manch einer, wie der Anfangs erwähnte und auch in triefnasser Ausführung noch bezaubernd anzuschauende Anblick, sogar mit Souvenirs… die hart umkämpft und nicht immer in einem Stück ergattert werden konnte.

BAND-MAID — wer nur die Videos gesehen hat, kennt nur die Softi Version 😉

(Text von GHI2000, Fotos von Pepper)

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