BABYMETAL – turn the crazy up a notch

oder, warum ein BABYMETAL Konzert in ner Woche wenn man zwei haben kann?

06.07.2019
Nagoya, Präfektur Aichi, Japan

🎶 Mit nem Taxi nach Paris, nur für eine Nacht 🎶 …ok, mit ’nem Flugzeug nach Nagoya. Aber der Rest kommt schon hin, also wollen wir mal nicht so sein.

"Biste verrückt?"
"BABYMETAL Legend-M"
"Was??"
"MOAmetals Geburtstags Konzert"
"Aber..."
"Ich hab Karten"
"Das ist natürlich ein komplett einsichtiger Grund 🙄"
"Sag ich doch, pff"

Es gibt wenig was so speziell ist als die Geburtstags-Konzerte japanischer Artisten, Halloween und Graduation fallen mir da noch ein, man kann so gut wie sicher sein das etwas besonderes geboten werden wird gegenüber einer normalen Show. Also als die ersten vier Konzerte in Japan angekündigt wurden und rein zufällig in die Geburtstagswochen von YUImetal und MOAmetal fielen, und auch noch in den jeweilig passenden Präfekturen, war klar das dieses keine normalen Konzerte werden würden. Yui Mizuno ist ja nun kein Member mehr von BABYMETAL aber die Juli Konzerte bekamen den erwarteten LEGEND-M Untertitel und ich musste mich einfach auf ein Ticket bewerben… und mit ungebrochenen Glauben an den Einfluss der Karma-Fee kam es genau so ‚MOSH’SH PIT‘ Tix ^^

Milk Tea & Chili Spaghetti… I’m Back

Da ich ja nun mittlerweile den Weg vom Chubu Airport zur Nagoya Station auswendig kenne, war die erste Herausforderung hier die Aonami Line zu finden. Raus aus der einen Hälfte der Station, über die Strasse in die andere und damit beginnen nach den ersten Wegweiser zu suchen. Nach einigem Wandern die ersten BM Shirts, hier bin ich richtig. Zwei Ecken weiter nimmt die Anzahl an normalen Fahrgästen rapide ab, um schlussendlich in einem rein mit BM Fans besetzten Wagon der Aonami Line zu enden.
[🦊 WE ARE MANY … WE ARE THE ONE 🦊]
…aber Spaß beiseite, es ist immer wieder cool solch ein gemischtes Publikum zu sehen ^^

Ankunft Portmesse Nagoya: Diese Merch Schlange wird noch die gesamte Breite einnehmen bevor es reingeht

Also erstmal normales BM verfahren… Warten… Warten… Langsam vorwärts gehen… Geld für Merch ausgeben ^^

The Sacred Treasure

Nach Abholung des zum Eintritt benötigten ‚Ausrüstungsgegenstandes‘ und vorsorglichem kaufen eines ‚Muffler Towels’… ich hab ja schließlich im Video gesehen was vom Publikum bei Pa Pa Ya! erwartet wird. Erstmal die Umgebung erkundschaften. Und was sagt man da, direkt neben der Venue ist das Lego Land Japan und noch einiges andere an Vergnügungsstätten. Hier auf einem der Raucherplätze treffe ich auch den japanischen Fan wieder mit dem ich mich schon in Kobe im letzten Jahr unterhalten habe… er kann immer noch kein Englisch und ich kein Japanisch… Perfekte Bedingungen also um sich ne gute halbe Stunde die letzten Erlebnisse zu erzählen ^^

Nachdem sich die ersten zum Eingangsbereich aufmachen, verabschieden wir uns auch und begeben uns zum Sammelplatz. Im Gegensatz zu Kobe ist es diesmal recht chaotisch, es sind zwar nummerierte Reihen angedeutet aber diese ergeben diesmal keinen Sinn, da wir direkt vor dem Eingang stehen und jede Ticketnummer einzeln aufgerufen wird… bei 1160 bin ich endlich dran und auch flott drin. K-Block, nicht schlecht, relativ in der Mitte und da ich weiß, dass es eine fahrbare Bühne geben wird, sollte es geradezu ideal werden.

Begonnen wird mit einem kurzen MOAmetal Video, die Galaxy Ark, die sich direkt neben unserem Block befindet, öffnet sich und eine LED Fahne mit dem scrollenden BM Crush Logo schwebt langsam zur Decke, gefolgt von den ersten Tönen des Road of Resistance Intros. Pikachu, der sich in meinem Block befindet, springt sofort in Aktion und cleared das eingezäunte Quadrat für eine Wall of Death. Der entstehende Cycle Pit findet seine Grenze zum Glück eine Person vor mir… nach über 24 Stunden durchgehenden Wachseins, ist mein Wunsch nach einer Herzattacke nicht besonders ausgeprägt.
RoR geht fast nahtlos in Megitsune über, ich liebe diesen Song. Chanting, jumping, respond Calls mit fast 10k Kitsunes im Einklang… dafür kommt man nach Japan für ein Konzert. Wie auch in London wird es etwas ruhiger zu Elevator Girl, geht hier bei Distortion allerdings wieder richtig ab. Die PA in der Halle lässt erst richtig erfahren wie gut SU-Metal bei Shanti/Ind-Metal wirklich ist… unglaublich, wie hat sie nur in so kurzer Zeit den indischen Gesangsstil so perfekt drauf? MOAmetal und Riho zeigen wieder, wie gut sie im Einklang Tanzen können. Alles im allen, eine super Darbietung für einen so neuen Song.

Starlight… 😭
Aber mit Syncopation und… f-ing YAVA! ist die Halle wieder in Partystimmung. Natürlich muss nun das Killer Trio kommen. Wie in London bringt Pa Pa Ya!!, Gimme Chocolate!! und Karate die Halle zum glühen. Und ich konnte nun endlich einmal die Live Video Effekte begutachten, die seit 2017 augenscheinlich erheblich verbessert wurden. Es sind nun so gut wie keine Zeitverzögerungen mehr zwischen Bühne und Leinwand zu bemerken.

Wenn man als Ungeübter versucht bei ‚Pa Pa Ya!!‘ ordentlich ein Muffler Towel zu bedienen

Nun folgen die eindeutigen Höhepunkte des Konzerts. Headbangeeeerrrr!!!!!! bzw. in diesem Falle MOAbangya. Als SU-Metal das Mikrophon an MOAmetal übergibt und diese sichtlich gerührt, und den ersten Ton verschluckend, beginnt zu singen… ist es als hätte der Fox Gott persönlich das Hallendach geöffnet und einen Orkan eingelassen. Das ist einer der Momente die einfach unvergesslich sind. Und MOAmetal war richtig gut. Besonders der Headbanger-Scream, der einer der wenigen Screams ist die nicht vom Backtrack kommen, war grandios ^^
Doch die zweite Überraschung folgte schon im nächsten Song, aber nicht bevor ein komplettcrazy Interlude Video über die Leinwände flimmert… Elektro Music incl. Vocoder-SU. Noch während alle verwundert dreinblicken, ertönt eine Akustik-Gitarre und als man erkennen kann, das MOAmetal diese spielt, geht ein Raunen durch den Saal. SU-Metal und MOAmetal, diesmal ohne Riho auf der Bühne, lassen einen bisher ungehörten Song erklingen. Eine sehr schöne Ballade, die erstmal unter den Fans auf den Namen Shine getauft wurde… die Choreographie ist sehr …romantisch.
Zum Abschluss etwas auf das ich seit dem ersten hören von FanCam Videos gewartet habe ‚Arkadia‘. Das ist so eines der wunderschönen Romantic Power-Metal Stücke die einen richtig mitnehmen können… allerdings ein anscheinend etwas ungewöhnlicher Song für japanische BM Fans, ich war wohl der einzige in meinen Block der wie wild am Pointen, Shouten und mitsingen war… das ich geradezu fühlen konnte was für ein WTF auf den Gesichtern um mich herum herrschen musste
^^

Nach einer ordentlichen ‚We are BABYMETAL‘ Verabschiedung ging es zur Jacken Ausgabe… oder für mich erstmal in die Raucherecke, denn wenn knapp Tausend ihre Sachen haben möchten… kann das schon mal länger dauern.

Ja, die Garderobe sind ein paar Regale in denen die Sachen in Plastiktüten abgelegt wurden.

Nun illegal ne Absperrung umgangen, noch nen Chuhai im Combini gekauft um den ersten Schwung an Heimkehrern abzuwarten. Rein in die Aonami Line, dort einen von seiner Gruppe abgespaltenen Amerikaner volllabern, wie ein wilder durch Nagoya Station rennen um die letzte Bahn zu erwischen (Übung, Übung, Übung) und ab ins Capsule Bettchen… Morgen geht es wieder früh raus und zurück nach Hause.
….etwas befremdlich war das die Crew im Flugzeug mich erkannte und einige auf den Flug ein paar mal bei mir stehen blieben um zu fragen was ich denn gemacht hätte ^^

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