Babymetal & Bring me the Horizon

Babymetal Metal Galaxy

2019.11.20

Osaka Jo Hall、Osaka

Am Abend zuvor gehörte mir das ganze Universum. Entsprechend war meine Stimmung an diesem Tag. Alles andere passte sich mir nur an. Osaka erstrahlte in wunderbarem Sonnenschein und Kälte. Ein toller Tag also um einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

Und während GHI sich den Einheimischen anpasste und sich von einer Warteschlange in die nächste einreihte (offenbar tun Japaner das sehr gerne), wanderte ich durch die Anlagen rund um das Osaka Castle. GHI jedoch war es wichtig die Merchandisestände aufzusuchen und dort seinen Geldbeutel noch ein wenig zu erleichtern.

So trafen wir uns dann erst am späten Nachmittag, um noch etwas vor dem Konzert zu essen, in einer nahe gelegenen Mall wieder. Jetzt besitze auch ich Babymetal Merchandise (wo ich doch der mega Fan von Merchandise bin…) 🙂

Nach dem Essen ging es dann rüber in die Halle. Da wir Sitzplätze hatten (auf meinen Wunsch hin, bei einer Halle von 9.000 Leuten), war es egal wann wir in die Halle gingen. Diesmal brauchten wir auch nicht den Ausrufern der Nummern zuhören. Was gleich sehr viel entspannter war.

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Diese Halle wirkte schon ganz anders, als die ganzen kleinen Livehouses in denen wir die letzten Tage sonst unterwegs waren. Am Einlass wurden diesmal sogar unsere Taschen kontrolliert. Und auf den Leinwänden neben der Bühne lief durch was man alles nicht durfte. Ich glaube, ausser brav auf seinem Platz sitzen (oder wahlweise stehen) durfte man hier gar nichts. Im Stehbereich unten in der Halle, hatte man sogar alle paar Meter diese Breker aufgebaut, so dass eigentlich nicht mehr als drei bis vier Leute hintereinander stehen konnten. Sollte wohl gegen die Mosh’Pits helfen.

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Pünktlich wie ein Uhrwerk schalteten die Japaner in der Halle das Licht aus und Bring me the Horizon stürmten die Bühne. Sehr cool war, dass der Gitarrist auf einer zweiten Eben rumturnte und quasi wie eine Schattenfigur wirkte vor der Hellen Leinwand.

Die Band sorgte auch gleich für richtig gute und laute Musik und verdammt gute Stimmung in der riesigen Halle. Die Fans wurden sogar aufgefordert Mosh’Pits zu bilden. Was natürlich auf Grund der zuvor beschriebenen Breaker nicht so leicht war. Aber wo ein Wille ist und die Musik dazu einlädt… da finden Fans einen Weg das umzusetzen.

Bei einem ruhigeren Song (leider bin ich nicht so der Bring me the Horizo-Fan, dass ich sagen könnte wie der Titel lautete) sollten dann alle anwesenden ihre Smartphones rausholen als Ersatz für Feuerzeuge. Das sah schon echt cool aus, mit den ganzen Smartphones die hochgehalten wurden in der Halle. Das Licht in der Halle war auf einmal gänzlich anders, die Halle war erleuchtet bis in die letzte Reihe. Es sah phenomenal aus. Und ich kann mir vorstellen, dass der Anblick von der Bühne aus noch viel aufregender war. Ich sah ja nur die Rückseiten der Telephone und die irgendwie indirekte Beleuchtung dadurch.

Etwa eine Stunde lang sorgten Bring me the Horizon für Stimmung in der Halle. Am Ende verließ der Sänger die Bühne und lief am Publikum entlang um den Fans in der ersten Reihe die Hände zu schütteln. Ja, alles während er noch am singen war. Ich muss sagen, Bring me the Horizon haben mich echt beeindruckt. Sowohl musikalisch als auch durch die Darbietung.

Dann war es endlich soweit und die Mädchen von Babymetal erschienen auf der Bühne. Sofort sprangen alle auf und vorbei war es mit gechilltem sitzen. Irgendwie hatte ich das doch schon einmal erlebt…

Skeptisch folgte ich dem Geschehen auf der Bühne und lauschte dem ersten Song der Mädchen, welche in perfekter Choreographie über die Bühne tänzelten. Doch es dauerte nicht einmal einen Song lang, da hatten sie mich schon überzeugt. Gänzlich anders, als alles was ich in den letzten Tagen an Konzerten erlebt hatte, oder überhaupt je gesehen hatte. Babymetal legten eine umwerfende Show hin. Total abgestimmt auf diese große Halle und unter Ausnutzung der Möglichkeiten dieser Multifunktionalbühne. Wie cool bitte ist es zu sehen, wenn drei tanzende Mädchen in abgestimmter Choreographie auf drei unterschiedlichen Säulen stehen, welche auf und ab fahren. Dazu eine großartige Lightshow, welche die Stimmung in der Halle nur noch mehr unterstrich.

Schon krass was diese Mädchen leisten. Tanzen, singen, dabei Lächeln. Sie strahlen Freude aus, obwohl ich mir vorstellen kann wie anstrengend das sein muss. Dennoch motivieren sie zum mitmachen. Stur rumstehen ist nicht. In der Halle unten bildeten sich mehr als nur ein Mosh’Pit. Langgezogen über die kompletten Bahnen, welche die Breaker an Spielraum zuließen.

Ich war beeindruckt. Und mitgerissen. Obwohl ich nun mal kein Fan von singenden (quietschenden) Mädchen bin, muss ich sagen live sind sie großartig. Zumindest wenn sie in so einer großen Halle, so eine Megashow liefern können.

Bring me the Horizon und Babymetal waren damit der Abschluss meiner Konzerttour durch Japan. Und auch das letzte Konzert in diesem Jahr. Definitiv ein würdiger Abschluss der im Gedächtnis bleibt.

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