World Dominion Tour 2020
31.01.2020
Sporthalle, Hamburg
Ein kleiner Ausflug in die Europäische Metalszene und einer schwedischen Metalband die „true german metal“ spielt ^^
Offizieller Start war um 19 Uhr. Immerhin war ich so gegen 19:20 Uhr in der Halle. Meine Motivation die Vorbands zu sehen, war eher gering, daher hatte ich es kein bisschen eilig.
Dennoch war ich pünktlich zu Serious Black in der Halle.
Die deutsche Metalband spielt grundsoliden Metal an dem es nichts auszusetzen gibt. Auch technisch ist die Band wirklich gut. Sogar der Sound in der verkleinerten Sporthalle ist ausnahmsweise nicht zum davonlaufen. Nur Stimmung will trotzdem keine aufkommen in der Halle. Die Darbietung von Serious Black wirkt steif und irgendwie trocken. Von daher bin ich nicht traurig als Serious Black nach etwas dreißig Minuten die Bühne verlassen.

Nach ein wenig Umbau auf der Bühne, erscheinen Battle Beast auf eben jener.
Überraschenderweise ist diese finnische Band echt gut. Die Sängerin Noora Louhimo trägt ein Kostüm, welches an eine Rüstung erinnert und dazu Drachenhörner auf dem Kopf. Stylisch zum Bandnamen gewählt. Mir persönlich gefällt dies sehr gut, aber ich bin ja eh ein Fan von Kostümen und von Visual Kei. Da tragen ja bekanntlich die meisten Bands super schöne, auffällige Kostüme und Make-Up. Doch ich schweife ab, zurück zu Battle Beast. Die Musik ist echt cool. Zusätzlich zu den üblichen zwei Gitarren, dem Bass und den Drums, haben Battle Beast noch einen Keyboarder dabei. Es fällt mir leicht mich auf die starken Instrumente zu konzentrieren und das Gekreische der Sängerin auszublenden. Die Musik hat einen melodischen Touch, der noch deutlich besser rumkommt, als die Noora endlich zur Clearvoice wechselt. Jetzt hat die Band meine Aufmerksamkeit und ich lausche dem Rest ihres Auftritts, der nach etwa fünfundvierzig Minuten vorbei ist.

Ein weiteres Mal wird auf der Bühne umgebaut und endlich, gegen 21:30 Uhr, erscheinen Hammerfall. Ich bin es echt nicht mehr gewohnt, dass Konzerte nicht pünktlich beginnen. Das vor der Band die man sehen möchte, erst noch diverse Vorbands über die Bühne huschen und man zweieinhalb Stunden warten muss.
Doch da sind sie nun endlich. Hammerfall aus Schweden. Mit „Never Forgive, Never Forget“ geht es los und satter Metalsound dröhnt durch die Halle. Ja, deswegen bin ich hier. Das Publikum schwenkt seine Bierbecher, nur um festzustellen, dass dies eine blöde Idee ist, da das Bier überschwappt und man nass wird. Belustigt darüber kichere ich vor mich hin, während auf der Bühne die Show weiter geht und die Gitarristen und der Bassist freudig ihre Positionen wechseln und zum Klang ihrer Riffs in coole Profi-Posen verfallen. Oscar macht trotz seines Alters eine verdammt gute Figur oben auf der Bühne mit seiner Gitarre. Was haben Gitarristen eigentlich an sich, dass sie immer cool wirken? Irgendwann fällt mir auf, dass der Sänger die Bühne verlassen hat und den Instrumenten die Show überlässt. So jagen eine ganze Zeit nur Gitarrensounds, Drums und Bass über die Bühne und durch den Saal. Und obwohl ich ein Fan von guten Gesangsstimmen bin, fehlt es mir hier überhaupt nicht. Der Sound ist super, die Musik mitreißend und die Jungs auf der Bühne sind cool.
Zu „Second To One“ erscheint Noora (Battle Beast) noch einmal auf der Bühne. Das Lied ist ein wunderbares Duett von Noora und Joacim. Meine Sicht wird jedoch etwas eingeschränkt, als ein Pärchen unweit vor mir ein Papier in A3 Größe auspackt auf dem ich ‚Our Wedding Song‘ lesen kann. Ist ja irgendwie süß, nur leider sorgt dies dafür, dass ich während des Songs nur Nooras Beine sehen kann. Was zugegebenermaßen irritierend ist.
Nach diesem etwas ruhigeren Song, geht es anschließend aber wieder mit ordentlich Metal weiter. Bei „Dragon Lies Bleeding“ beweist das Publikum dann doch, dass sie auch mitsingen können. Und vor dem letzten Song, erklärt Joacim uns dann was sein bester Moment auf der Bühne ist, nämlich wenn er „Let The Hammer Fall“ ankündigen kann. So bringt er denn auch die ganze Halle dazu ‚Let the hammer fall‘ zu grölen und den letzten Song der Show damit so richtig laut rüberzubringen. Ja das macht echt Spaß. Danach… Schluss, aus, vorbei.
Okay, noch nicht ganz, zu einer kleinen Encore von drei weiteren Songs, kommt die Band ja nochmal auf die Bühne. Erst dann ist es wirklich vorbei.
Ich muss sagen, obwohl ich ein Fan von Visual Kei und japanischem Rock und Metal bin, hat mir der Abend wirklich gut gefallen. Hammerfall liefern eine sehr gute Show ab und zeigen was sie drauf haben.