02.02.2020
Große Freiheit 36, Hamburg
Kennt ihr das Gefühl durch eine riesige Fabrik gejagt zu werden, verfolgt von dem T-1000? Das Hämmern von Stahl auf Stahl ist der Sound der eure Flucht begleitet. Dunkelheit sitzt euch im Nacken und kalte Angst lässt euch weiter laufen…
So ungefähr fühlte sich der Sound von Skynd an. End-Time-Feeling in Musik.
Obwohl die Mischung aus Electro und Industrial überhaupt nicht meine Art von Musik ist, bin ich total beeindruckt. Durch die verzerrte Stimme der Sängerin kann man kein Wort verstehen, doch das ist nicht nötig. Die Musik des Duos Skynd schafft es trotzdem mich einzufangen und mir das Gefühl zu vermitteln, mich in einem riesengen alten verlassenen Stahlwerk, statt in der ‚Große Freiheit 36‘ auf dem Hamburger Kiez, zu befinden. Das weiße, blaue oder manchmal blutrote Licht, welches in Stroboskopartigen Sequenzen über die Bühne fließt, teilweise wie ein Gefängnis anmutet, tut sein übriges dazu, dass ich mich gejagt fühle. Ich blicke über die Menge des Publikums unter mir und frage mich unwillkürlich wer von denen wohl mein Verfolger ist.
Zum Glück ist es niemand von den Menschen in der Großen Freiheit. Denn Skynd verlassen die Bühne und der Wahnsinn hat endlich ein Ende. Ein bisschen Schade ist es schon, da Skynd echt starke Musik machen.
Doch GHI und ich sind hier wegen Babymetal…
Zu Hause habe ich dann erstmal Skynd gegoogelt. Ihre Texte handeln alle über Serienmörder. Sie will in den menschlichen Abgrund schauen und bis an den Rand des Wahnsinns gehen, bevor man sich komplett als Mensch verliert.
Also lag ich mit meinem Gefühl wohl gar nicht so daneben. Sie ist der Mörder, der einen verfolgt…
Koba hat ein interessantes Händchen für den Support.
SKYND & Sleep Token – sehr experimental, düster und verstörend
Dream State – persönliche Texte über Fehler im Leben und deren Überwindung
Amaranthe – Rock Theater / Storytelling
Sabaton – War Metal / Storytelling
Galactic Empire – Star Wars Metal Vertonung
Bring me the Horizon – sehr Visuelle unterstützung der Lyrics
Avatar & The Hu – hab ich nicht gesehen…
Seine Auswahl scheint nicht so sehr davon beeinflusst zu sein ob die Band ‚passt’… sondern das sie etwas ‚zu Erzählen‘ hat. BM ist, bis auf einigen Ausnahmen, nicht so sehr Textlich dabei eine Geschichte zu erzählen aber übergreifend sind die Shows nicht umsonst in Episoden aufgeteilt. Koba scheint obsessed mit Story zu sein…
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