Nun ist es endgültig. So oft wurde es verschoben, das letzte Konzert mit Drummer Satoち. Doch der Tag musste kommen, an dem es stattfand. Gestern war es soweit. Es war das wohl emotionalste Konzert, welches je in mein Wohnzimmer geflimmert ist.
Denn ja, wie wir alle wissen, sind die Grenzen auf die Insel immer noch fest geschlossen und darum ist es unmöglich persönlich Abschied vom Drummer zu nehmen. Tja, was soll man machen. Also setzt man sich morgens um 10:30 Uhr mit einem Kaffee vor den Fernseher.
Die Show wurde mit „Justice“ eröffnet und zu Beginn hat man noch ein wenig das Gefühl von Alles-ist-wie-immer. Doch das hält nicht lange an. Die ersten Nahaufnahmen zeigen deutlich die Anspannung der Jungs auf der Bühne. Vor allem bei Satoち. Eine Weile lassen sie es so laufen und tun so als wäre alles wie sonst auch. Doch bei „Panorama“ sitzt der Drummer hinter dem Schlagzeug und weint Tränenbäche. Sie laufen nur so über sein Gesicht. Tatsuros Frage winkt er nur ab, wahrscheinlich bekam er keinen Ton raus.
Und dann drehen die Jungs komplett über. Auf einmal legen sie sich total übertrieben ins Zeug. Es ist kaum beschreibbar, doch es fühlte sich an als wenn sie versuchten alles mit ihrer Musik zu übertönen und aufzuhalten. Was nicht möglich ist.
Und „My World“ – ein Song von Satoち – ist dann der Moment wo alles rausbricht. Satoち heult wie verrückt, Tatsuro muss stark auf seine Stimme achten, Yukke versucht ein Lächeln, welches total gequält aussieht und Miya? Miya wirkt fast so emotionalos wie immer. Der Bandleader versucht sich null anmerken zu lassen.
Aber! Das war noch nicht das schlimmste. Mucc können auch noch richtig auf die Tränendrüse drücken. Nicht nur bei Satoち, sondern auch beim Publikum und bei mir zu Hause.
Aber bevor rumgeweint werden darf, gibt es Kuchen. Und ein Gruppenfoto mit Fans im Hintergrund.
Dier erste Encore nämlich, ist wirklich eine Herausforderung. „Kokonoka“, „Ieji“, „Yasashii uta“ und „Heide“. Mal ehrlich, wer denkt sich so eine Zusammenstellung aus? Klar das jeder rumheult wie blöd. Wenigstens haben wir danach das Weinen endgültig hinter uns.
Denn die Zweite Encore ist dazu gedacht, die Fans wieder aufzubauen. Schließlich kann man niemanden Tränenüberströmt heim schicken. Machen sie auch nicht.
Dafür sorgt spätestens dann der Abspann? Kann man das so nennen? Der Abschied. Und Rückblick. Satoち als Kegel, die anderen Member in ihren roten Sportdresses. Leider ist a mein japanisch noch nicht ausreichend und b habe ich vor lauter Lachen nicht zugehört, was erzählt wurde. Ich werde es noch nachholen, nur gerade nicht – zu viele Emotionen, ich kann es mir noch nicht wieder ansehen. Ich vermisse Satoち wie verrückt. Auch wenn klar ist, dass Mucc weitermachen, es wird nie mehr so sein.
Und wer weiß, wann wir sie hier draußen wieder sehen werden?
Bis dahin: Satoちsan, wir wünschen dir für dein neues Leben alles Gute, viel Erfolg und Glück. Deine Entscheidung war sicher richtig. Und egal was du in Zukunft tun wirst, wichtig ist, dass es dir damit gut geht und es dir Spaß macht.
Und den anderen drei?
Danke das ihr weiter macht. Wir unterstützen euch auch weiterhin.