BABYMETAL – Genre BABYMETAL

*disclaimer: just4fun 😉
*disclaimer2: basierend auf der Japan complete 2-CD Version
*disclaimer3: totales ignorieren der Lyrics…
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Metal-Galaxy, das 3 Album von BABYMETAL
Kurz: Bonkers
Länger: Konzept Doppel-Album… double the Bonkers

I love BABYMETAL ^^
Dieses Projekt ist nicht für die reale Welt geschaffen, es lebt in einer eigenen. Die Musik versucht einen nicht zu entführen, alleine schon das man sie hört beweist das man sich woanders befindet.

Also lasst uns nun ein letztes mal orientieren und Reisen durch die neueste Plane des Fox Gods, welch Trickery warten diesmal auf uns?

  • Wie es sich für ein Doppel-Album gehört, beginnt jede CD mit seinem eigenen Intro, um den Ton der Scheibe zu setzen.
    Und die Light/Happy Side fordert uns sogleich sehr technisch und steril auf, uns auf eine Reise in die Zukunft zu begeben.
  • …Interessanterweise folgt ein super Happy Track der hauptsächlich aus Versatzstücken der 90er besteht… Back to the Future? Da kann doch was nicht stimmen?
  • Doch der nächste Track möchte uns überzeugt das auch wenn es manchmal etwas merkwürdig kling, alles gut wird.
  • Nach dieser recht gelungenen Versicherung begeben wir uns frohen Mutes als nächstes auf eine Kreuzfahrt um die Welt, um unser spirituelles Gleichgewicht zu finden und die Freude zu umarmen.
  • Und was ist es für eine Party auf den Planken unseres Party-Kreuzfahrtschiffes. Tanzen, trinken und Gesang… Doch was ist das? Inmitten unserer freudig Party schwankt die Stimmung, dunkle Wolken werfen düstre Schatten, eisern schunkeln wir durch dieses Tief und jauchzend gehts dann doch zurück, in den Hafen unseres Zieles.
  • Mit festen Boden unter den Füssen, kreisen unsere Gedanken. Um die dunklen Wolken, die uns ziehen wollten in ihren Bann… doch wir klammern uns an all das Schöne das auch war.
  • Im Zwielicht allein, kein Gegenüber mit dem Zuteilen… lass uns suchen die leichte Flucht in einem Spiel.
  • Die Session löst das klamme Feeling und lässt wandern uns zurück an die exotischen Plätze die wir gesehen.
  • Doch das Intro der Dark-Side, unaufhaltsam, mächtig, drohend. Die Dunkelheit pocht an den Mauern und windet sich durch ihre Risse, bis sie schwebt düster durch den Raum.
  • Ein Kampf entfacht, sie möcht uns brechen. Die Dunkelheit sie höhnt und taunt. Doch wir stehen aufrecht, eisern, ihr entgegen.
  • Die Schlacht ist gewonnen und übereifrig fordern wir die Dunkelheit in einem übermütigen Rausch heraus.
  • Aufgeputscht mit Aggression, gehen wir furchtlos in die Offensive.
  • Die Spuren der endlosen Schlachten hat uns hart gemacht, in ständiger Verteidigung verharrend.
  • Doch ein Loch klafft weit und offen. Verloren ist ein Stück, was war es, kann ich mich erinnern… möcht ich mich erinnern?
  • Der Dunkelheit, ihr kalte Atem streichelt uns. Tief versunken, gefangen gar, in Ihren Armen. Was bleibt, ist sie… Melancholie.
  • …doch Hoffnung keimt. Die Vergangenheit hält ein Hurra, das uns puscht voran. Zu bestreiten die Quest, die Suche nach dem Schiff… zurück zum Beginn, des Reises Start.

Dieses Album ist komplett verrückt.
Nicht nur, dass es den ersten Song von BABYMETAL beinhaltet der einen aktiv dazu verleiten möchte ‚to punch some stuff‘, die Reihenfolge ist Wrong.
Wir beginnen mit Happy,Happy-Fun,Fun und der Spin des Ringelrein lässt uns immer weiter an den Abgrund der Melancholie treiben. Kein Happy End nur die Aufforderung aufs nächste Mal zu hoffen.


Das Konzept ist an sich ist bewundernswert. Zwei relativ klar unterscheidbare CDs mit einem jeweiligen Thema. Doch scheint der Wunsch die Tracks jeweils in Light/Dark zu untergliedern dazu geführt zu haben diese gleichzeitig sehr ‚Bland‘ zu machen. War das Markenzeichen bisher eher harte Riffs mit treiben Beats/Pop-Versatzstücken sequenziell zu arrangieren, wurden diesmal für die Light-Side diese übereinander gelegt. Das zusätzlich schon bekannte Problem von BM zum Hang zur Überproduktion führt dazu das die Gitarren ertrinken in EDM und Pop Spielereien.
Es hilft nicht das gleich der erste Track wie ein Cover von 2Unlimited’s Twilight Zone klinkt… inklusive des Signatur-Samples.
Somit bleiben 2 1/2 Tracks der Light-Side die etwas spezielles bieten:

Future Metal als High-Konzept Intro
Shanti Shanti Shanti als exotischer Fun Track
Brand New Day als sehr schönes Beispiel für SU-Metals Stimme (nur ist dieser bis hart an die Grenze zu einem Taylor Swift Song weichgespült)

Die Dark-Side… wenn man sich Akumu no Rondo vom ersten oder Sis.Anger vom zweiten Album in Erinnerung holt, stellt diese selbst für BM Verhältnisse maximal eine Medium-Grey Side dar.
Aber insgesamt kann man sagen das diese ‚Seite‘ ein BM Album wäre…
Besonders erwähnenswert hier:

In the Name of als atmosphärisches Intro zur ‚Dark-Side‘
BxMxC als einzig wirklicher WTF!!! Track *love*
Star-Trilogie (Starlight/Shine/Arkadia) als pur Epic

Insgesamt sollte man darauf hoffen das eine Live Version dieses Albums nachgereicht wird. BM ist nun mal ein Live Act und die Band bringt normalerweise noch ne Schippe Omphf zu den Tracks.
Und das Verbrechen an der Menschheit an sich, die Stimme einer in ihrer Altersklasse herausragenden Sängerin wie SU-Metal durch Autotune zu jagen, kommt hier bisher nicht zum tragen *daumendrückdasessobleibt* …denn ohne SU-Metal’s Qualität würden die bisher in zweiter Reihe stehenden Gruppen, musikalisch und innovativ, dieses Jahr vorbeiziehen.

Etwas kann aber auch eine Live CD nicht mehr ändern, die Verkürzung der Lyrics.
Selbst ohne sprachliches Verständnis, entwickelten die alten Songs das Gefühl einer Story beizuwohnen. Nicht das BM jemals durch extreme Tiefe geglänzt hätte, doch dass zurechtstutzen auf nur eine paar Sätze lässt die Magie das da mehr wäre nicht aufkommen.
Damit verliert BM etwas von ihrer ‚Fun …aber‘ ‚Verrückt… und doch‘ Besonderheit.

Interessantes Gimmick am Rande für die JP Version:
16 Tracks = 4×4 oder 4+4+4+4 -> Lore gesichert ^^

3 Kommentare zu „BABYMETAL – Genre BABYMETAL

  1. Du hast eine interessante Sichtweise auf das Album. Ich suche noch die dunkle Seite ^^
    Es stimmt, ich bin kein Freund dieser Elektro-Dance-Trance-Musik der 90er. Daher waren die ersten Songs auch eine kleine Quälerei für mich. Und ehrlich gesagt, habe ich ein bisschen das ‚metal‘ vermisst aus dem Baby-metal… 🙂
    „Oh! Majinai“ fällt ein wenig aus dem Rahmen, mit seinen mittelalterlichen Klängen. Ich bin unschlüssig was ich davon halten soll. Beim ersten hören erwartete ich irgendwie einen deutschen Text…
    Allerdings „Brand New Day“ finde ich ausgesprochen schön. Immernoch 90er, aber längst nicht mehr so übertrieben. Ich bekam Hoffnung 😉
    Auf der zweiten Seite ist die Musik dann endlich nicht mehr ganz so Trance und 90er. Sondern geht in die Richtung Musik bei der ich mich wohl fühle.
    Ab „Kagerou“ wird es aber richtig spannend. Das ist eine wunderbare Folge von Songs mit einem wirklich schönen Abschluss. „Starlight“ und vor allem „Shine“, sind dabei jedoch meine absoluten Favoriten.
    Hast du was anderes erwartet? ^^
    Und so überlasse ich dir das Schiff der Freude wieder und begebe mich zurück in die dunklen Schatten von Vergänglichkeit und Schmerz…

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    1. jep, Starlight, Shine und Arkadia sind eindeutig eine Trilogie ^^
      Shine und Arkedia gehen eigentlich auch ineinander über und wurden bisher immer zusammen gespielt.
      War neben MOAbanger!!! ein absolutes Highlight auf dem Legend-M… auch wenn ich so ziemlich der einzige war der wie blöd den ‚Glorious‘ Part mitgesungen hat 🤣

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      1. Was haben wir gelernt? In Japan singt man nicht mit. Man hört gut zu und singt nur mit, wenn der Sänger/die Sängerin das Publikum auffordert.

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